dezember 2003 - jänner 2004

Thomas Neuhold
editorial

Liebe Leserinnen! Liebe Leser!

2004 wird ein Wahljahr der Superlative: EU-Parlament, BundespräsidentIn, BürgermeisterInnenwahlen in Salzburg, Landtagswahlen, Gemeinderatswahlen. Eröffnet wird die Serie der Urnengänge bereits am 26. Jänner: Rund 200.000 SalzburgerInnen sind bis inklusive 6. Februar aufgerufen, die Zusammensetzung der AK-Vollversammlung zu wählen. Wahlberechtigt sind übrigens nicht nur jene, die zum Stichtag 6. Oktober ein aufrechtes Dienstverhältnis hatten. Auch Lehrlinge, Präsenz- oder Zivildiener, Menschen in Karenz, geringfügig Beschäftigte und Arbeitslose sind zur Stimmabgabe berechtigt. Allerdings nicht automatisch. Diese Gruppen bekommen eine schriftliche Verständigung und müssen sich dann in die WählerInnenliste eintragen lassen.

Die AK-Wahlen vor vier Jahren waren geprägt von den permanenten Angriffen von Schwarz und Blau auf die gesetzliche Interessensvertretung der ArbeiterInnen und Angestellten. Die gestiegene Wahlbeteiligung machte damals politisch aber klar, dass die Mehrheit der Mitglieder auch hinter ihrer Interessensvertretung steht.

Diesmal kommen den Salzburger AK-Wahlen zwei Funktionen zu: Die in der Kammer ohnehin dominierenden sozialdemokratischen Gewerkschafter (FSG) werden Stimmengewinne als weiteren Protest gegen die Bundesregierung werten. Zu Recht. Und: Die AK-Wahlen sind als Stimmungsbarometer für die Landtagswahlen am 7. März zu sehen.

Überproportional starke Gewinne für die FSG könnten für Gabi Burgstaller die entscheidende Trägerrakete auf ihrem Flug Richtung Landeshauptfrausessel sein.