mai 2004

an uns

Rufmordkampagne gegen Gerhard Eder

Noch letzten Sommer bat der Vorstand des Jazzfestivals Saalfelden Gerhard Eder händeringend, seine Kündigung zurückzuziehen, und kaum ein halbes Jahr später käme man drauf, dass er Misswirtschaft betrieben hätte, und stellt sogar persönliche Bereicherung in den Raum!

Gerhard Eder hat in 25-jähriger kreativer und inspirierter Arbeit gemeinsam mit Ursula Windhager das weltweit anerkannte Jazzfestival Saalfelden aufgebaut. Sie haben erreicht, dass dessen Publikum in Saalfelden als Wirtschaftsfaktor erkannt wurde und Jahr für Jahr erfreut begrüßt wird.

Er hat in mühevoller Überzeugungsarbeit das nötige Budget für den Neubau des „Nexus“ aufgetrieben und dessen Verwirklichung durchgesetzt. Auch das Ganzjahresprogramm, das er seither in der kleinen Provinzstadt macht, strahlt wegen seiner vielfältigen Qualitäten (Musik, Bildende Kunst, Events für Jugendliche, Lesungen, Kino) weithin aus. Er hat seit der Eröffnung des „Nexus“ in vielfacher Rolle Tag und Nacht an der Implementierung von Haus und Programm geschuftet, als Intendant, als Geschäftsführer, aber auch als (wunderbarer!) Koch und war sich selbst für alltägliche Hausmeisterarbeiten nicht zu schade. Nebenbei war er lange Jahre ehrenamtlich im Landeskulturbeirat und auch als dessen Vorsitzender maßgeblich tätig. Für all das hat er 2002 auch den Kulturinitiativen-Preis des Landes Salzburg erhalten.

Er hat aber auch seit der Eröffnung des Hauses laut darauf hingewiesen, dass das Budget und der Personalstand für die Größe und die Programmvielfalt des „Nexus“ mit seinem Ganzjahresbetrieb plus Sommerfestival nicht ausreichend sind. Damit ist er allein gelassen worden – noch beschämender: soll jetzt als Sündenbock dafür herhalten! Selbst vor so einer gemeinen und absurden Maßnahme wie einem Lokalverbot für ihn und Ursula Windhager schreckt man nicht zurück! Nicht nur Eingeweihten, ALLEN, die Gerhard Eder und seine Begeisterung für seine Arbeit kennen, ist klar, dass die jüngsten Beschuldigungen eine persönlich motivierte Rache- und Neidkampagne sind und von der Unfähigkeit anderer beteiligter Personen ablenken sollen!

Ursula Spannberger

Architektin, Vorsitzende des Fachbeirats Architektur des Landeskulturbeirats